Eine fruchtlose Tätigkeit exakt zu wiederholen, in der Hoffnung, sie liefere beim nächsten Mal ein besseres Ergebnis, sei Wahnsinn, sagen die Weisen. Lassen Sie es nicht so weit kommen, und versuchen Sie deshalb, die folgenden Fragenkomplexe zu beantworten:

1. Wer treibt den Planungsprozess? Die Controlling-Abteilung oder die Kunden? Nur von einem Prozess, der bei Letzteren spürbar Aktion anstiftet, lässt sich behaupten, dass er die Strategie tatsächlich umsetzt. Dass es dabei nicht ausreicht, die Schlüsselkundenumsätze aufzulisten, leuchtet ein. Erfolgreiche Unternehmen verstehen Märkte als eine Sammlung von Nischen, die teilweise individuell behandelt werden müssen. Die beliebte Planungsgießkanne für Ressourcenallokation reicht nicht aus. Weiterlesen »

Während sich mein letzter Blogbeitrag damit befasste, wie sich die Rolle der Controller in den letzten Jahren gewandelt hat, sollen nun die Bestrebungen der Controller, ihren eigenen Bereich weiterzuentwickeln, in den Fokus gerückt werden. Das Schlüsselwort hierbei ist „Controllers Excellence“, das einerseits für herausragende und kompetente Controller steht, vornehmlich jedoch exzellente Controllingprozesse definiert.

Prozessuales Denken und Handeln ist nichts Neues im Management und hat sich in den vergangenen 20 Jahren als „Prozessmanagement“ etabliert. Allerdings gab es bisher nur wenige Bestrebungen, das Prozessmanagement auch auf Servicefunktionen wie das Controlling auszudehnen. Dies ist jedoch durchaus sinnvoll, will man einen Bereich organisatorisch kontinuierlich weiterentwickeln und bereichsbezogene Verbesserungsmöglichkeiten erarbeiten. Weiterlesen »

Floppt die Elektromobilität? Zu dieser Einschätzung konnte man in den letzten Monaten aufgrund zahlreicher kritischer Stimmen in den Medien kommen. Nach den zwischenzeitlich sehr hohen Erwartungen schien Ernüchterung einzutreten. Tatsächlich nahm die Anzahl verkaufter Elektrofahrzeuge nur auf geringem Niveau zu. Bisher wurden gerade einmal knapp über 6.000 Elektrofahrzeuge in Deutschland verkauft – und dies hauptsächlich an Unternehmen, nicht an Privatpersonen. Große Hersteller wie Mercedes, Toyota und VW haben ihre Elektropläne deutlich abgestuft. Statt reinen Elektrolösungen rücken inkrementelle Hybrid-Technologien in den Mittelpunkt der Diskussion.

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Seit mehr als zehn Jahren wird über den Controller als Business Partner gesprochen und geschrieben. Das Leitbild der International Group of Controlling (IGC) wirkte bei seiner Vorstellung 2002 sehr visionär, erscheint aber mittlerweile aus Sicht vieler Controller in der Praxis als realistisch und relevant. Dies zeigt: Das Verhältnis der Controller zu den Kunden (also den Managern) wird enger und die Zusammenarbeit findet mehr auf Augenhöhe statt. Anwendungsbeispiele des „Business Partnering“ aus vielen bekannten und anerkannten Unternehmen sind mittlerweile dokumentiert und veröffentlicht. Unternehmen wie Hansgrohe, OMV, Henkel oder BASF sind in diesem Zusammenhang zu nennen.

Die etablierten deutschsprachigen Controllingzeitschriften haben dem Thema „Business Partner“ mittlerweile mehrere Sonderhefte und Heftschwerpunkte gewidmet und Studien vorgestellt oder Umsetzungsbeispiele aufgezeigt.

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Kosten senken, Effizienz steigern. Bemühungen dieser Art sind nicht neu, aber angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und des anhaltenden Preis- und Margendrucks besonders notwendig. Die Konzepte dafür sind oft sehr gut, aber in vielen Unternehmen mangelt es an der Konsequenz bei der Umsetzung. Das entspricht nicht nur unserer Beratungserfahrung, sondern deckt sich auch mit den Ergebnissen unserer Studie zu Kostensenkungsprogrammen. Bei rund 70 Prozent der untersuchten 167 Unternehmen sind laufende Effizienzverbesserung und Kostenoptimierung gelebte Praxis, aber nicht immer erfolgreich.

Verbesserungsbedarf gibt es besonders bei der strukturierten und zielgerichteten Steuerung der Kostensenkungsprogramme. Nur wenn man weiß, wo man steht, kann man bei Abweichungen zur Zielposition Gegenmaßnahmen ergreifen. Was mich auch überrascht hat: Gerade einmal 20 Prozent der Unternehmen haben ein transparentes Bild ihrer momentanen Zielerreichung im Zuge ihrer Kostensenkungsprogramme. Die aktuelle Position festzustellen ist bei Kostensenkungsprogrammen mehrschichtig: Dazu zählen der inhaltliche Fortschritt der Projekte bzw. Maßnahmen, der Stand der bisher errechneten Benefits sowie deren Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Um die Belastbarkeit dieser Berechnung greifbar zu machen, empfehle ich die Kategorisierung der Benefits nach klar definierten Reifegraden. Weiterlesen »

Solvency II (SII) ist aktuell die Herausforderung für die Unternehmenssteuerung der Versicherungsbranche. Druck sowie zeitliche und kapazitative Restriktionen bei der Erfüllung der operativen Anforderungen haben dazu geführt, dass sich parallele Steuerungsansätze in Accounting, Risikomanagement, Aktuariat und Controlling etablierten. Das stellt den Vorstand vor die Herausforderung, sich für eine der Wahrheiten der verschiedenen Ansätze zu entscheiden. Der Controller kann in dieser verzwickten Lage eine entscheidende Rolle einnehmen: als Orchestrator der wert- und risikoorientierten Steuerung. Weiterlesen »

Geschäftsrisiko gehört – wie der Name schon andeutet – integral zum Geschäft. Risiken, welche durch steigende Volatilität zunehmen, sind beispielsweise: Währungsschwankungen, Konjunktureinbrüche oder auch Kunden- und Konkurrenzverhalten. Seltsam erscheint mir, dass bei vielen Beratern der Glaube vorherrscht, man könne das Risiko in verstärkten Präventionsprozessen scheinbar abschaffen, indem das Management zusätzliche Entscheidungsorgane schaffe.

Ein trügerischer Glaube. Denn zusätzliche Volatilität verlangt keine schwerfälligen, bürokratischen Routinen, sondern eine erhöhte Reaktionsfähigkeit sowie stärkere fachliche und persönliche Kompetenz. Eine Schweizer Horváth & Partners-Studie zum Thema Strategie in Krisenzeiten («Strategiearbeit im Top- und Middle-Management», Zürich 2012) zeigt: Führung bedeutet, dass ich auch klar kommuniziere, was ich künftig NICHT mache.

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Vor drei Jahren zeigten wir in einer Studie, dass Unternehmen, die das Mittelmanagement aktiv in die Strategiearbeit einbinden, als erfolgreicher eingeschätzt wurden. Statt aus der Teppichetage einsame Entscheide zu verkünden, nutzten die Top-Performer unter den Studienteilnehmern die Marktnähe ihrer Mittelmanager, um ihre Strategien rasch an ein dynamisches Umfeld anzupassen und gleichzeitig das gemeinsame Strategieverständnis im Unternehmen zu steigern.

In diesem Jahr haben wir erneut mehr als 200 Schweizer Manager nach ihren
Führungs- und Strategiepraktiken gefragt. Wie nachhaltig sind die Lektionen der letzten Krise beherzigt worden? Scheinbar ist die Halbwertszeit von Wissen kürzer, als wir denken. Die Hauptergebnisse in Kürze: «Die Bereitschaft des Mittelmanagements, anzupacken und umzusetzen, ist deutlich gesunken.»

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Ein vor kurzem von einer Beratungsfirma veröffentlichter Beitrag versucht, das Potential von Big Data anzudeuten. Eine Grafik, welche auf der Ordinatenachse das Produktivitätswachstum und auf der X-Achse den postulierten Wertbeitrag aus dem Einsatz von Big Data abbildete, sollte dies verdeutlichen. Oben rechts – sie staunen schon – die Informationsindustrie, in der Mitte praktisch alle anderen Industrien und unten links Nahrungsmittel und Naturressourcen. Die daraus abgeleitete Konklusion überrascht kaum: Beinahe alle Industrien werden künftig von den Auswirkungen der Big Data profitieren.

Wer jedoch tiefer gräbt, wird merken, dass die Auswirkungen von Big Data nicht in jedem Unternehmen gleich ausgeprägt sein werden. Die Frage sei erlaubt: Was ist eigentlich der angebliche Nutzen von Big Data? Weiterlesen »

Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien stellt Stromnetzbetreiber vor gewaltige Herausforderungen. Ein wichtiger Baustein zur Bewältigung der Energiewende ist das intelligente Netz, das Smart Grid. In der öffentlichen Debatte um die Energiewende steht dieser Aspekt nicht oft im Mittelpunkt. Aber Smart Grids sind die passende Antwort auf die großen energiepolitischen Veränderungen: Energie wird zunehmend auf unterschiedlichen Netzebenen eingespeist. Ein Grossteil der neuen Produktion ist zwar prognostizierbar, aber nicht steuerbar (Wind und Photovoltaik). Hinzu kommen weitere Anforderungen wie Energieeffizienz. Das alles macht einen Umbau des Stromnetzes zu einem Smart Grid erforderlich.

Was genau ist aber überhaupt unter einem „Smart Grid“ zu verstehen? Es geht um die intelligente Kombination und Steuerung von verschiedenen Elementen wie Smart Metering, dezentrale Produktion oder dezentrale und zentrale Speicher. Diese Elemente sind so zu kombinieren, dass der erhöhte Anteil erneuerbarer Energien ohne umfassenden Netzausbau in die Energieversorgung integriert werden kann. Wenn also bestehende Netzinfrastrukturen besser genutzt werden können, sprechen wir von einem Smart Grid. Weiterlesen »